Milde Hyperbare Sauerstofftherapie (mHBOT)
Regeneration & Heilung auf Zellebene – durch erhöhten Sauerstoffdruck sanft & effektiv
Was ist die milde hyperbare Sauerstofftherapie?
Sauerstoff ist die Grundlage allen Lebens – und gleichzeitig einer der wirksamsten therapeutischen Wirkstoffe, den die Natur kennt. Die milde hyperbare Sauerstofftherapie (mHBOT) macht sich diesen Umstand systematisch zunutze: In einer speziellen Druckkammer atmet der Patient reinen oder hoch konzentrierten Sauerstoff bei einem leicht erhöhten Umgebungsdruck von 1,3 bis 1,5 bar ein – vergleichbar mit dem Druckniveau in etwa drei bis fünf Metern Wassertiefe.
Dieser scheinbar kleine Unterschied hat eine große physiologische Wirkung: Unter erhöhtem Druck löst sich Sauerstoff direkt im Blutplasma, in der Gewebeflüssigkeit und in der Lymphe – unabhängig von den roten Blutkörperchen (Hämoglobin). Dadurch wird eine deutlich höhere Sauerstoffkonzentration in alle Körpergewebe transportiert, einschließlich schlecht durchbluteter, entzündeter oder geschädigter Bereiche, die unter Normalbedingungen chronisch unterversorgt bleiben.
Der Unterschied zur klinischen Hochdruck-HBOT
Die klassische hyperbare Sauerstofftherapie, wie sie in spezialisierten Druckkammerzentren eingesetzt wird, arbeitet mit Drücken von 2,0 bis 3,0 bar und ist primär für akute medizinische Indikationen wie Tauchunfälle, Kohlenmonoxidvergiftungen oder schwere Wundinfektionen zugelassen.
Die milde HBOT arbeitet mit deutlich niedrigeren Drücken (1,3–1,5 bar) und ist darauf ausgelegt, regenerative, anti-entzündliche und präventive Prozesse im Körper anzuregen. Sie ist gut verträglich, nicht invasiv, erfordert keine Sedierung und kann ambulant durchgeführt werden – meist in bequemer Liegeposition über 60 bis 90 Minuten.
Wirkmechanismen – Was passiert im Körper?
Die therapeutischen Effekte der mHBOT sind vielschichtig und greifen auf mehreren Ebenen:
1. Hyperoxygenierung des Gewebes Durch den erhöhten Partialdruck wird das Blutplasma mit Sauerstoff gesättigt. Selbst Gewebebereiche mit eingeschränkter Mikrozirkulation – etwa nach Entzündungen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen – werden wieder ausreichend versorgt. Dies schafft die Grundlage für zelluläre Reparaturprozesse.
2. Mitochondriale Aktivierung Sauerstoff ist der zentrale Treibstoff der Mitochondrien – unserer zellulären Energiekraftwerke. Eine verbesserte Sauerstoffverfügbarkeit steigert die ATP-Produktion, reaktiviert erschöpfte Mitochondrien und fördert deren Neubildung (Mitochondriogenese). Dieser Effekt ist besonders relevant bei chronischer Erschöpfung, Long Covid und altersbedingtem Leistungsabfall.
3. Angiogenese – Neubildung von Blutgefäßen mHBOT stimuliert die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren wie VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor), die die Bildung neuer Kapillaren anregen. Langfristig verbessert sich dadurch die Durchblutung in chronisch unterversorgten Gewebebereichen nachhaltig.
4. Reduktion von Entzündungsprozessen Hyperbare Sauerstoffanwendungen modulieren das Immunsystem: Pro-entzündliche Zytokine werden reduziert, anti-entzündliche Signalwege aktiviert. Dies erklärt die positiven Effekte bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen und post-viralen Zuständen.
5. Stammzellmobilisierung Studien zeigen, dass wiederholte mHBOT-Sitzungen die Mobilisierung von Stammzellen aus dem Knochenmark fördern können – ein Mechanismus, der zur Geweberegeneration und Immunmodulation beiträgt.
6. Telomerregeneration & epigenetische Effekte Neuere Forschungen, darunter eine viel beachtete israelische Studie (Hachmo et al., 2020), weisen darauf hin, dass serielle HBOT-Behandlungen die Telomerlänge – ein Marker für zelluläres Altern – signifikant verlängern und seneszente („gealterte") Immunzellen reduzieren können.
Anwendungsbereiche der milden HBOT
Long Covid & Post-Covid-Syndrom Erschöpfung, Konzentrationsstörungen (Brain Fog), Kurzatmigkeit und anhaltende Schwäche nach einer Covid-19-Erkrankung sind häufig auf mitochondriale Dysfunktion, Mikroentzündungen und gestörte Mikrozirkulation zurückzuführen. mHBOT adressiert genau diese Mechanismen und wird zunehmend als vielversprechender Therapieansatz diskutiert.
Chronische Erschöpfung & ME/CFS Bei Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Erschöpfungssyndrom liegt häufig eine schwere mitochondriale und neurologische Dysregulation vor. mHBOT kann die zelluläre Energieproduktion reaktivieren und neuroinflammatorische Prozesse mildern.
Neurologie & kognitive Leistung Das Gehirn ist das sauerstoffsensibelste Organ des Körpers. Verbesserte zerebrale Oxygenierung kann Konzentration, Gedächtnisleistung und mentale Klarheit fördern – relevant bei altersbedingtem kognitivem Abbau, nach Schlaganfall oder bei chronischem Stress.
Wundheilung & postoperative Regeneration Die gesteigerte Sauerstoffversorgung beschleunigt die Gewebereparatur, fördert die Kollagenbildung und reduziert das Infektionsrisiko – besonders wertvoll nach operativen Eingriffen oder bei schlecht heilenden Wunden.
Onkologie – Begleittherapie In der integrativen Onkologie wird mHBOT als unterstützende Maßnahme während und nach Strahlen- oder Chemotherapie eingesetzt. Ziel ist die Reduktion von Therapienebenwirkungen, die Verbesserung der Gewebetoleranz und die Stärkung der allgemeinen Regenerationsfähigkeit.
Anti-Aging & Prävention Als präventive Maßnahme richtet sich mHBOT an Menschen, die proaktiv in ihre Zellgesundheit investieren möchten – durch Reduktion von oxidativem Stress, Förderung der Mitochondrienfunktion und epigenetische Verjüngungseffekte.
Sportregeneration Leistungssportler nutzen mHBOT zur beschleunigten Erholung nach intensiven Trainingseinheiten, zur Reduktion von Muskelkater und zur Verkürzung von Verletzungspausen.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Eine mHBOT-Sitzung dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Der Patient liegt bequem in der weichen Überdruckkammer, die langsam auf den Therapiedruck aufgepumpt wird. Das Druckgefühl ist mit dem eines Starts oder einer Landung im Flugzeug vergleichbar und klingt nach wenigen Minuten ab. Während der Sitzung kann gelesen, Musik gehört oder einfach entspannt werden.
Für spürbare und nachhaltige Effekte wird in der Regel eine Serieanwendung von 10 bis 40 Sitzungen empfohlen, abhängig von Indikation und individuellem Therapieziel.
Sicherheit & Verträglichkeit
Die milde HBOT gilt als sehr gut verträglich. Kontraindikationen sind selten und umfassen vor allem unbehandelte Pneumothorax, bestimmte Lungenerkrankungen sowie Schwangerschaft.
Fazit
Die milde hyperbare Sauerstofftherapie ist weit mehr als eine Wellness-Anwendung – sie ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Regeneration auf zellulärer Ebene. Ob bei chronischer Erschöpfung, neurologischen Beschwerden, als Anti-Aging-Maßnahme oder in der onkologischen Begleitung: mHBOT bietet ein breites therapeutisches Spektrum mit einem überzeugenden Wirkmechanismus und einem sehr günstigen Sicherheitsprofil.
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Juristischer Hinweis:
Aus rechtlichen Gründen besteht die Verpflichtung darauf hinzuweisen, dass mit den hier dargelegten Angeboten und Informationen nicht der Eindruck erweckt werden soll, es läge ein Heilversprechen zugrunde. Auch kann aus den Ausführungen nicht abgeleitet werden, dass die Linderung oder Verbesserung eines Erkrankungszustandes garantiert oder versprochen wird. Die hier dargelegten Wirkungen meiner Therapie beruhen im Wesentlichen auf den Erkenntnissen vorklinischer Studien sowie den Erfahrungen aus den von mir durchgeführten Behandlungen. Die Schulmedizin verlangt für den wissenschaftlichen Nachweis einer Wirkung regelmäßig die Durchführung placebokontrollierter Humanstudien an einer repräsentativen Anzahl von Probanden. Solche Studien liegen für die hier vorgestellten Behandlungen nicht vor. Meine Postulate sind daher nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin nicht wissenschaftlich anerkannt.
