Infektiologie
Chronische Infektionen verstehen und behandeln – der integrative Ansatz nach Rolf Jansen Rosseck
Wenn die Erschöpfung keinen Namen hat
Viele Patienten, die unsere Praxis aufsuchen, haben einen langen Weg hinter sich. Sie berichten von Erschöpfung, die kein Schlaf bessert. Von Gelenkschmerzen, die wandern und keine klare Ursache haben. Von Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen, Herzrhythmusstörungen oder einem diffusen Gefühl, dass „etwas nicht stimmt" – ohne dass bisherige Untersuchungen eine befriedigende Erklärung geliefert hätten.
Was diese Patienten verbindet: Sie sind nicht psychosomatisch krank. Sie simulieren nicht. Sie leiden unter realen, oft chronisch verlaufenden Infektionen – und sie brauchen einen Ansatz, der genau dies berücksichtigt.
Rolf Jansen Rosseck hat sich auf genau diese Patientengruppe spezialisiert. Sein Ansatz verbindet modernste infektiologische Diagnostik mit einem tiefen Verständnis der biologischen Medizin – und bietet damit einen Weg, wo die konventionelle Medizin häufig an ihre Grenzen stößt.
Chronische Infektionen – ein unterschätztes Krankheitsbild
Die Schulmedizin unterscheidet klar zwischen akuter und chronischer Infektion. Doch in der Praxis zeigt sich: Diese Grenze ist fließend – und wird häufig unterschätzt. Erreger wie Borrelia burgdorferi (Borreliose), Bartonella, Ehrlichia, Mykoplasmen, Chlamydien oder reaktivierte Viren wie Epstein-Barr (EBV) und Cytomegalovirus (CMV) sind in der Lage, dem Immunsystem zu entkommen, sich in Geweben zu verstecken und einen chronischen Entzündungszustand aufrechtzuerhalten – oft über Jahre, manchmal über Jahrzehnte.
Die Folge: Das Immunsystem ist dauerhaft aktiviert, ohne den Erreger vollständig eliminieren zu können. Es entsteht ein Zustand chronischer Dysregulation, der sich in einem breiten Spektrum an Symptomen manifestiert – von neurologischen Beschwerden über Gelenkschmerzen bis hin zu schwerer Erschöpfung und Autoimmunphänomenen.
Besonders tückisch: Die meisten dieser Erreger treten nicht allein auf. Co-Infektionen oder Mischinfektionen – gleichzeitige Infektionen mit mehreren Erregern – sind häufiger als gemeinhin angenommen und erschweren Diagnostik und Therapie erheblich.
Der diagnostische Ansatz – genau hinschauen, wo andere aufgehört haben
Das Fundament des Ansatzes von Rolf Jansen Rosseck ist eine umfassende, mehrdimensionale Diagnostik. Denn eine chronische Infektion zu erkennen, erfordert mehr als einen einzelnen Bluttest.
Infektiologische Stufendiagnostik: Standardlabor ist der Ausgangspunkt – aber selten ausreichend. Ergänzend kommen spezifische Erregernachweise, Antikörpertiter-Verläufe, Immunstatus-Analysen sowie spezialisierte Labore zum Einsatz, die auf chronische Infektionen ausgerichtet sind. Bei Borreliose beispielsweise wird nicht allein auf den ELISA-Antikörpertest vertraut – bekannt für seine hohe Rate falsch-negativer Befunde – sondern auf ein breites diagnostisches Panel einschließlich Lymphozytentransformationstests (LTT) und spezifischer Immunaktivierungsmarker.
Immunologisches Profiling: Chronische Infektionen hinterlassen charakteristische Muster im Immunsystem. Die Analyse von Zytokinen, T-Zell-Subpopulationen, natürlichen Killerzellen und Entzündungsmarkern gibt Aufschluss über den Aktivierungszustand des Immunsystems und hilft, die Behandlung gezielt zu steuern.
Umfelddiagnostik: Chronische Infektionen existieren selten im Vakuum. Toxische Belastungen (Schwermetalle, Mykotoxine), Mikronährstoffmängel, Darmgesundheit und mitochondriale Funktion werden in die diagnostische Betrachtung einbezogen – denn sie entscheiden maßgeblich darüber, ob das Immunsystem in der Lage ist, einen Erreger dauerhaft zu kontrollieren.
Das Therapiespektrum – integrativ, individuell, nachhaltig
Kein chronisch infizierter Patient gleicht dem anderen. Die Therapie richtet sich daher konsequent nach dem individuellen Befundprofil – und kombiniert bewährte schulmedizinische Verfahren mit komplementärmedizinischen Ansätzen zu einem maßgeschneiderten Behandlungsplan.
Antiinfektiöse Therapie Wo indiziert, bildet eine gezielte antiinfektiöse Therapie das Rückgrat der Behandlung. Bei Borreliose und bakteriellen Co-Infektionen können je nach Erregerspektrum, Krankheitsstadium und individuellem Verlauf orale oder intravenöse Antibiotika – meist in Kombination und über längere Zeiträume – eingesetzt werden. Daneben gibt es gut etablierte pflanzliche Protokolle zur Erregerbehandlung (z.B. nach Buhner) und ätherische Öle , welche mit weniger potenziellen Risiken verbunden sind. als medikamentöse Antibiotika. Die Auswahl orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie der klinischen Erfahrung im Umgang mit persistierenden Infektionen.
Immunmodulation Ein chronisch dysreguliertes Immunsystem braucht mehr als die Elimination des Erregers – es muss neu kalibriert werden. Immunmodulierende Substanzen (allen voran das Vitamin D), Misteltherapie, niedrigdosiertes Naltrexon (LDN) sowie gezielte Mikronährstofftherapie (Zink, Selen, Vitamin D, B-Vitamine) unterstützen die Immunregulation und helfen dem Körper, aus dem chronischen Entzündungsmodus herauszufinden.
Mitochondriale Regeneration Chronische Infektionen schädigen Mitochondrien direkt – mit gravierenden Folgen für die Energieproduktion. Mitochondriale Therapieansätze, ergänzt durch hyperbare Sauerstofftherapie (mHBOT) oder IHHT und gezielte Infusionstherapien, zielen darauf ab, die zelluläre Energiegewinnung wiederherzustellen und die Grundlage für nachhaltige Regeneration zu schaffen.
Entgiftung & biologische Grundregulation Schwermetallbelastungen, Mykotoxine und andere Umweltgifte schwächen das Immunsystem und begünstigen die Persistenz von Erregern. Chelattherapie, Darmrehabilitationsprogramme und gezielte Ausleitung schaffen ein inneres Milieu, in dem das Immunsystem wieder effektiv arbeiten kann.
Komplementäre Verfahren Ergänzend kommen je nach individueller Situation weitere biologische Verfahren der manuellen Therapie zur Stressregulation zum Einsatz, da chronischer Stress die Immunsuppression erheblich verstärkt.
Besondere Schwerpunkte
Borreliose & Co-Infektionen Die Lyme-Borreliose einschließlich neurologischer Manifestationen (Neuroborreliose) und Mehrfachinfektionen mit Bartonella, Babesia oder Anaplasmen ist eines der am häufigsten fehldiagnostizierten Krankheitsbilder unserer Zeit.
Long Covid & Post-infektiöse Syndrome Post-virale Syndrome wie Long Covid, aber auch Zustände nach anderen Virusinfektionen, folgen ähnlichen pathophysiologischen Mustern wie chronische bakterielle Infektionen: Immunaktivierung, mitochondriale Dysfunktion, neuroinflammation. Der integrative Ansatz bietet hier einen umfassenden Rahmen, der weit über symptomatische Behandlung hinausgeht.
Autoimmunerkrankungen & chronische Entzündung Zunehmend zeigt die Forschung: Hinter vielen Autoimmunerkrankungen verbergen sich chronische Infektionen. Die infektiologische Abklärung gehört daher bei unklaren Autoimmunphänomenen zum diagnostischen Standard in unserer Praxis.
Chronische Infektionen sind behandelbar. Nicht immer heilbar im klassischen Sinne – aber kontrollierbar und dann oft mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität verbunden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Diagnose, einem individuell abgestimmten Therapieplan und einem Arzt, der den langen Weg mit Ihnen geht.
Ihr Weg zu uns
Um weitere Fragen vorab zu klären, schicken Sie uns gerne eine E-Mail an praxis@dr-mayerhoff.hamburg oder hinterlassen Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantwortet unter 040 / 21 064 795.
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Juristischer Hinweis:
Aus rechtlichen Gründen besteht die Verpflichtung darauf hinzuweisen, dass mit den hier dargelegten Angeboten und Informationen nicht der Eindruck erweckt werden soll, es läge ein Heilversprechen zugrunde. Auch kann aus den Ausführungen nicht abgeleitet werden, dass die Linderung oder Verbesserung eines Erkrankungszustandes garantiert oder versprochen wird. Die hier dargelegten Wirkungen meiner Therapie beruhen im Wesentlichen auf den Erkenntnissen vorklinischer Studien sowie den Erfahrungen aus den von mir durchgeführten Behandlungen. Die Schulmedizin verlangt für den wissenschaftlichen Nachweis einer Wirkung regelmäßig die Durchführung placebokontrollierter Humanstudien an einer repräsentativen Anzahl von Probanden. Solche Studien liegen für die hier vorgestellten Behandlungen nicht vor. Meine Postulate sind daher nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin nicht wissenschaftlich anerkannt.
